XML Instanz mit DTD

11.01.2017 11:31 Uhr

Das Erzeugen von XML Instanzen im Kontext des Seminars erfolgt zunächst immer mit dem Ziel, dass eine Ressource geschaffen werden soll, die einen Teil unserer Wirklichkeit so beschreibt, dass diese als Datenquelle für Informationssysteme genutzt werden kann. Dazu wird zunächst ein Konzept erarbeitet, dass den Realitätsausschnitt möglichst vollständig als hierarchische Baumstruktur beschreibt.

Im nachfolgenden Beispiel liegt eine Bildersammlung vor, die als über das Internet erreichbar ist. Die Sammlung hat einen Namen und enthält viele Bilder. Jedes Bild verfügt über einen Titel und eine URL, unter der es im Netz erreichbar ist und auf dem Bildern sind Menschen und/oder Bauwerke abgebildet.

 

Als Baumstruktur könnte dies wie folgt abgebildet werden:

Basierend auf diesem Baum kann nun eine XML Instanz geschrieben werden, die zusätzliche zu den konzeptuellen Beschreibungen des Baumes konkrete Werte enthält, die auf real vorliegenden Bildern beruhen, zum Beispiel diesen:


Neue schöne Bilder
aus: http://www.bilder.de/

Mona Lisa vor dem Eiffelturm / Ritter, Burgen, Adel


<bildersammlung>

	    <name>Neue schöne Bilder</name>

	    <lokalisation url="http://www.bilder.de/">

	    <bild>
	        <titel>Mona Lisa vor dem Eiffelturm</titel>
	        <url>http://www.woauchimmer.de</url>
	        <person>Mona Lisa</person>
	        <bauwerk>Eiffelturm</bauwerk >
	    </bild>

	    <bild>
	        <titel>Ritter, Burgen, Adel</titel>
	        <url>http://www.beispielseite.de</url>
	        <person>byzantinische Kaiserin</person>
	        <person>Ritter des 13.Jhd</person>
	        <person>fränkischer Edelmann</person>
	        <bauwerk>Wasserburg</bauwerk>
	    </bild>

</bildersammlung>

Die Datei wird unter einem beliebigen Namen mit dem Suffix .xml abgespeichert.

Damit Informationssysteme mit diesen Daten arbeiten können muss ein Prolog erzeugt werden:

    1. Jede XML Datei begint mit einer „Processing Instruction“ (PI), die durch die Klammerung mittels <? … ?> gekennzeichnet ist. Processing Instructions teilen in der Regel mit, welche Applikation die XML Datei verarbeiten soll beispielsweise ein XML-Browser. Dies wird durch die drei Buchstaben xml festgelegt.Die nachfolgenden Attribute der Processing Instruction geben idR 3 Eigenschaften des Dokuments an:
      • version=“1.0″ steht vorläufig immer so – es gibt derzeit nur eine erste Version von XML.
      • encoding=“UTF-8″ teilt mit, nach welchem Standard die Zeichen kodiert sind.
      • standalone=“no“ teilt mit ob die Document Type Definition in der Instanz steht  oder als externe Ressource vorhanden ist.
    2. Anschließend muß jede XML Datei angeben, welchen Dokumententyp sie verwendet. Dies geschieht durch eine Doctype Anweisung , die mit <! DOCTYPE … > gekennzeichnet ist. (Es ist möglich, den Typ des Dokuments direkt in der XML Datei zu definieren, dies wird jedoch definitiv nicht empfohlen.)

 

  • Ergänzend wird nun der Name des obersten oder Wurzelelements, in unserem Fall also ‚bildersammlung‘, angegeben.
  • Dahinter teilt das Schlüsselwort SYSTEM, nach einer Leerstelle gefolgt von einer URL in Anführungszeichen, mit, wo die Definition dieses Documententyps, die „Document Type definition“ zu finden ist.

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