Wissensmanagement und Contentmanagement

25.10.2016 06:31 Uhr

Wissensmanagement

Contentmanagement

Warum CMS?

OS CMS Apps

Referat

Aufgabe

Wissensmanagement – Knowledge Management

Das unsere Gesellschaft seit einiger Zeit eine Informationsgesellschaft darstellt und wir in der täglichen Informationsflut ersticken würden, wenn wir diese nicht mit (technischen) Hilfsmitteln organisieren und kanalisieren würden, erlebt wahrscheinlich jede/r jeden Tag.

Es gibt also neben den traditionellen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden den vierten Produktionsfaktor „Wissen“, der das intellektuelle Kapital darstellt. Dieses Kapital sollte von Einrichtungen und Unternehmen optimal organisiert und genutzen werden, es soll aus dem vorhandenen Wissen ein Mehrwert erzeugt werden.

„Um die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment treffen zu können, bedarf es jedoch einer schnellen, gezielten und verständlichen Bereitstellung der gesuchten Information – des Wissens – zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Qualität.
Diese Bereitstellung ist der Erfolgsfaktor, an dem sich heutige technische Informations- und Kommunikationssysteme messen lassen müssen.“
http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_196_wissensmanagement.html, 21.03.2009

Ziel des Wissensmanagements ist also die effektive Bereitstellung von Wissen in strukturierten Prozessen.

Aber was bedeutet in diesem Zusammenhang Wissen?

Humankapital? Dokumente? Daten?

Beispiel: 1100101100110100110010, 3329330, 32CD32 und (50, 205, 50)


Bereiche des Wissensmanagement:

  • neues/besseres Erfassen von Wissen
  • neue Dimensionen in der Wissenssuche entwickeln
  • Ableitungen von bereits vorliegenden Erkenntnissen erzeugen
  • neue/bessere Darstellung (Kommunikation) von Wissen

Der ganz große Hype des Wissensmanagement seit ca. 2000 ist inzwischen verebbt und wie nicht unüblich ist die Euphorie einer tiefen Ernüchterung gewichen.
Doch Erfassen, Identifikation, Suche, Verteilung und Nutzung von „Wissen“, das in Form von digitalen Daten vorliegt gehört zu den derzeit allgegenwärtigen und sehr wichtigen Alltagsprozessen und bedarf nach wie vor größter Aufmerksamkeit, da keine allgemeingütigen Lösungen existieren (können?).

 

Was ist ein Content Management System?

Content Management System = Inhaltsverwaltungssystem

Ein Content-Management-System ist ein Anwendungsprogramm/Software, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten ermöglicht und organisiert, meist für das World Wide Web. Ein Autor kann ein solches System auch ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse bedienen. Der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet.
Hauptaufgabe des CMS ist die Verwaltung und Darstellung von Inhalten für das Web.

Anforderungen / Funktionsumfang
An Content-Management-Systeme werden eine Reihe von typischen Anforderungen gestellt:

  • Unterstützung eines Publishing-Prozesses, an dem sich mehrere Personen mit verschiedenen Aufgaben beteiligen, z. B. Autoren, Editoren und Webmaster, die Inhalte erzeugen, genehmigen oder freischalten.
  • Vorlagenbereitstellung für verschiedene Typen von Einzelseiten oder Web-Sites (Site-Templates).
  • Content-Life-Cycle-Management, um z. B. Inhalte zeitlich begrenzt zu veröffentlichen oder zu archivieren.
  • Zielgruppengerechte Darstellung von Inhalten durch rollenbasiertes Usermanagement für das Frontend.
  • Einbindung externer Datenquellen und externer Informationsdienste.
  • Modulare Erweiterbarkeit
  • Plattformunabhängigkeit

Serverseitiges CMS
Ein serverseitiges CMS braucht eine serverseitige Programmiersprache, die dort meistens in Verbindung mit einer Datenbank steht, welche die Daten direkt auf dem Server verwaltet. Dadurch können Daten weltweit direkt – in der Regel ist nur ein Browser erforderlich – über das Internet verwaltet werden. Mehrere Nutzer können so eine Website redaktionell betreuen.

CMS und rollenbasiertes Usermanagement

Viele serverseitige CMS können benutzerspezifische Berechtigungen verwalten.

  • Aufbau: Der Administrator definiert Rollen, die über unterschiedliche Rechte verfügen. je nach System und dessen Konzept können diese Rollen natürlich unterschiedlich sein, denn der Administrator legt die Rollen speziell auf das CMS abgestimmt fest. Diese Rollen werden den Usern dann vom Administrator zugeteilt. Je nachdem welche Rolle die User haben, sind ihnen unterschiedlichen Handlungen im Rahmen des CMS erlaubt oder nicht erlaubt. Beispielsweise könnte ein Gast mit der Rolle „Gast“ unter Umständen keinen Inhalt veröffentlichen.
  • Ziele: Diese Methodik wird oft aus Sicherheitsgründen benutzt, da so die Zugangsrechte der User genau definiert werden können. Zudem kann der Inhalt auf diese Weise zielgruppenorientiert zugänglich gemacht werden. Dadurch ist es möglich Kindern andere Inhalte zur verfügung zu stellen, als z. B. Erwachsenen. Durch die Trennung von Form und Inhalt wird eine einheitliche Darstellung unabhängig der unterschiedlich produzierten Inhalte der User gewährleistet werden.

vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Content_management_system, 09.2008

 

Warum Content Management Systeme?

In den Anfängen der „Internetisierung“ war die Wichtigkeit des Content Managements bei Webauftritten nicht erkannt bzw. unterschätzt worden und sollte „nebenbei“ von dem Webmaster erledigt werden. Bunte Onlineanwendungen wurden geschaffen, die letztlich oft erfolglos blieben, weil Nutzungsfreundlichkeit (bzgl. Einstellen und Abrufen von Inhalten), Aktualität und Integrität der Daten nicht gegeben waren.
Das

  • Sammeln / Erstellen,
  • Pflegen / Kontrollieren,
  • Freigeben / Verteilen,
  • Löschen und
  • Archivieren

von heterogenen Content-Objekten innerhalb von Webseiten benötigt konkrete Abläufe innerhalb einer dedizierten Software, damit digitale Inhalte nicht zu Datenfriedhöfen verkommen.

Ein wesentlicher Aspekt des Content Management ist die zeitnahe strukturierte Aufbereitung und sinnvolle Verwaltung aller Inhalte in Form von Content-Objekten, die häufig nicht strukturiert vorliegen, wie z.B. in Dokumenten, Bildern usw.

Konkret bedeutet das folgendes:
Öffentliche Einrichtungen (Bibliotheken, Museen, Verwaltung, Gerichte, Krankenhäuser, …) und Unternehmen (jede Art von kommerzielle Unternehmen) erhalten täglich aktuelle Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen, die optimaler Weise sofort analysiert, kategorisiert, aufbereitet und sinnvoll verteilt werden müssen. Zusätzlich verfügen Einrichtungen und Unternehmen in der Regel über Archive, die große Mengen unstrukturierter Information enthalten.

Daher: Wichtig in Content Management Systemen sind:

  • Zeitnahe Aufbereitung
  • Strukturierung des Inhalts
  • Inhaltsverwaltung
  • weniger Langzeitarchivierung (!)
  • Rollenbasiertes Usermanagement

Einheitliches Erscheinungsbild: Trennung von Form und Inhalt

Um ein dauerhaft einheitliches Erscheinungsbild zu erhalten, wird strikt zwischen Form und Inhalt unterschieden. Diese Trennung ermöglicht die konsequente Umsetzung eines Layoutkonzepts, das einfach bearbeitet und effizient verwaltet werden kann bei gleichzeitiger Unabhängigkeit von den Inhalten, die gesondert erstellt und verwaltet werden. Dadurch können auch viele verschiedene User Inhalte erstellen, die alle trotz unterschiedlichen Autors und Aufbaus das gleiche Erscheinungsbild haben.
Der User muss nicht mehr unbedingt Kenntnisse im Erstellen des Layouts mitbringen.

Realisiert wird dieses Konzept idR mittels Markup, hier ein Beispiel für die Verwendung von CSS (Cascading Style Sheets ist eine Formatierungssprache für strukturierte Dokumente):

Formatierungs-
wunsch
Formatierungs-
realisation mit CSS
Formatierung des Inhalts Ergebnis
1.Überschrift h1 {
color: blue;
font-size: 30pt;
}
<h1>Dies ist eine erste Überschrift</h1> Dies ist eine erste Überschrift
2.Überschrift h2 {
color: green;
font-size: 20pt;
}
<h2>Dies ist die zweite Überschrift</h2> Dies ist die zweite Überschrift
Fettdruck b {
color: red;
font-weight: 100;
<b>Dies ist besonders wichtig!</b> Dies ist besonders wichtig!

Klassifizierung innerhalb eines Ordnungsschemas

Um diese Informationen in Form von Content Objekten effizient und zielgruppenorientiert an relevante Nutzer über ein System zu verteilen, bedarf es zunächst einer Klassifizierung innerhalb eines Ordnungsschemas. Hierbei ergeben sich zwei große Probleme:

  1. Ordnungsschemata überaltern schnell und regelmäßig
  2. manuelle Informationsextraktion und Kategorisierung ist aufwendig und langsam

Idealerweise sollten alle neuen Informationen automatisch analysiert und über Taxonomien klassifiziert werden, um dann, anhand klar definierter Regeln, über das System zielgruppenorientiert an die Nutzer verteilt zu werden.
Mit Hilfe von automatischen Indizierungsverfahren, die entweder

  • statistisch (Worthäufigkeit),
  • probabilistisch (Relevanzwahrscheinlichkeit) oder
  • linguistisch (syntaktische Analyse) arbeiten,

versuchen moderne Softwaresysteme sich diesem Idealzustand anzunähern.

 

 Open Source Apps

WordPress
WordPress ist derzeit das erfolgreichste Publishing-System und wird sehr vioel für Blogs eingesetzt. Den Schwerpunkt bilden laut Betreiber Ästhetik, Webstandards und Benutzerfreundlichkeit. WordPress basiert auf PHP und MySQL, ist frei erhältlich, einfach zu installieren und wird allen Ansprüchen an einen professionellen Webauftritt gerecht.

Joomla!
Joomla! (engl. dschuumla, seltener auch dt. juumla) ist ein populäres freies Content-Management-System (CMS), das aus dem Open-Source-Projekt „Mambo“ hervorgegangen ist und inzwischen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen weltweit zum Einsatz kommt.
Seine Hauptanwendung findet Joomla beim Erstellen von Webseiten. Joomla ist Freie Software und steht unter der GNU General Public License. Es ist in PHP 5 geschrieben und verwendet MySQL als Datenbank (weitere Datenbankschnittstellen stehen in Entwicklung).
Joomla! gehört zusammen mit Typo3 und Drupal zu den bekanntesten Open-Source-CMS.
vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Joomla, 08.2012

Typo3
TYPO3 ist ein 1998 erschienenes Open-Source-Entwicklungsframework für mittlere bis große Websites, das von Kasper Skårhøj entwickelt wurde. TYPO3 basiert auf der serverseitigen Skriptsprache PHP. Als Datenbank wird häufig MySQL eingesetzt, möglich sind aber auch etwa PostgreSQL oder Oracle. Das System wird von zwei Teams, jeweils einem für TYPO3 und einem für dessen Nachfolger mit dem Arbeitstitel Phoenix, weiterentwickelt.
TYPO3 kann mit Plugins (extensions, Erweiterungsmodulen) um viele Funktionen und ganze Anwendungsprogramme erweitert werden, ohne dass eigener Programmcode geschrieben werden muss. Derzeit sind etwa 5000 Erweiterungen verfügbar, darunter News, Shop-Systeme, Diskussionsforen und andere. Vorteilhaft ist die Mehrsprachigkeit von Front- und Backend, sowie die aktive Anwender- und Entwicklergemeinde aus aller Welt. Typo3 wird häfig auch im deutschen Sprachraum eingesetzt.
vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Typo3, 08.2012

Contao
Homepage

  • früher TYPOlight
  • professionelle Internetpräsenzbei einfacher Pflege
  • moderne Architektur, die einen hohen Sicherheitsstandard erlaubt
  • Entwicklung suchmaschinenfreundli­cher und barrierefreier Webseiten
  • flexibel und kostengünstig erweiterbar
  • umfangreiche Rechteverwaltung
  • Live Update Service
  • modernes CSS-Framework
  • viele von Haus aus integrierte Module (News, Kalender, Formulare etc.)

Drupal
Drupal unterscheidet sich von anderen CMS vor allem durch die Umsetzung von Ansätzen einer Social Software und unterstützt damit den Aufbau von Communities, die gemeinsam an Inhalten arbeiten und sich über Themen austauschen und informieren wollen. So können Nutzer beispielsweise eigene Weblogs anlegen, sich in Foren austauschen oder Artikel veröffentlichen. Es wird ein differenziertes Rollen- und Rechtesystem unterstützt.
Drupal ist Freie Software und steht unter der GNU General Public License. Es ist in PHP geschrieben und verwendet MySQL oder PostgreSQL als Datenbank (Oracle in Entwicklung).
vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Typo3, 08.2012

 

Referat

Das Referat zum Thema Daten, Information und Wissen sollte mindestens enthalten:

  • Unterschiede zwischen den Begriffen Daten, Information und Wissen anschaulich und mit Beispielen belegt erläutern.
  • Zusammenhang zwischen den Begriffen herstellen.

Das Referat zum Thema CMS sollte mindestens enthalten:

  1. Was leistet ein CMS?
  2. Was ist Content?
  3. Trennung Frontend/Backend.
  4. Trennung von Form und Inhalt, wie und warum?
  5. Modulare Erweiterbakeit, wie und warum?
  6. Rollenbasiertes Usermanagement für Front- und Backendnutzung, wie und warum?
  7. Content-Life-Cycle-Management, was ist das und warum ist es so wichtig?

Aufgabe

Bitte installieren Sie auf Ihrem Laptop einen XAMPP und stellen Sie sicher, dass Sie damit eine funktionierende Testumgebung für ein Client Server System zur Verfügung haben. Wir benötigen dieses für die WordPress bzw. Drupal Installation in der kommenden Woche.


Referenten können sehr gern die fertige Präsentation und/oder Material bei Ilias hochladen.

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