Linux

25.11.2016 01:30 Uhr

Mit dem Begriff „Linux“ist grundsätzlich nur der Kernel gemeint, also der Teil des Systems, der z.B. die Ressourcen für die laufenden Programme und die Anwender verwaltet. Obwohl der Kernel der essentieller Teil des Systems ist, wäre er ohne zusätzliche Software nutzlos. Um diesen Kernel nutzen zu können, ist weitere Software notwendig, also das eigentliche Betriebssystem. Derzeit wird in den meisten Fällen die Software des GNU-Projektes in Verbindung mit dem Linux-Kernel verwendet. Als 1991 die Arbeit am Linux-Kernel begann, war das Softwaresystem GNU bereits fast fertig, sodass man auf einen Großteil freier Software für die Linux-Entwicklung zurückgreifen konnte.

Heute sind beide Komponenten, der Linux-Kernel und die GNU-Betriebssoftware, kaum noch voneinander zu trennen. Beide Teile haben sich gegenseitig vorangebracht und gegenseitig befruchtet.
Es hat sich heute eingebürgert, dass unter dem Begriff „Linux“ die Kombination aus Kernel und Systemwerkzeugen gemeint ist.

Linux ist ein hochstabiles, sehr schnelles und voll funktionsfähiges Unix-ähnliches Betriebssystem. Es wird von einer Gemeinschaft von tausenden von Leuten im Internet programmiert und unter der GNU General Public License verteilt, das heisst, es ist frei erhältlich. Es wird weltweit von mehreren Millionen Leuten, Organisationen und Firmen benutzt (aktuelle Zahlen gibt es beim Linux Counter).

 

Linux Kernel
Das ist nur der Kernel. Ein Kernel ist ein Stück Software, das die Kommunikation zwischen den einzelnen Hardwarekomponenten und den Anwenderprogrammen regelt. Das mag trivial klingen, ist aber eine sehr komplexe Aufgabe. Jedes OS (Operating System) hat einen Kernel, nur werden die wenigsten nach dessen Namen benannt.

Shell
Eine Shell ist ein Programm, das zwischen dem Benutzer und dem System arbeitet. Auf der Shell hat man die Möglichkeit, Befehle und Programme auszuführen. Zudem verfügt jede Shell über eine eigene Scriptsprache. Damit können Skripte zur Arbeitserleichterung geschrieben werden. Unter Linux ist die Bash (Bourne Again Shell) die Standardshell.

Bibliothek
Eine Bibliothek ist eine Sammlung von wiederkehrenden Programmteilen. Da viele Programme gleiche oder ähnliche Teile haben, ist es ineffektiv, diesen Teil immer wieder zu programmieren. Daher werden diese Teile in eine externe Datei ausgelagert. Da mehrere Programme darauf zugreifen, kann die Grösse des einzelnen Programms verkleinert werden. Fehlt die Bibliothek, läuft aber das gesamte Programm nicht mehr. Dies sind dann die berühmten fehlenden Abhängigkeiten.

Distribution
Alles oben Genannte zusammengestellt und aufeinander abgestimmt, häufig mit einer bestimmten Zielsetzung, ergibt eine Distribution. Linux-Distributoren sind unabhängige Organisationen, die Software für Linux sammeln und vertreiben.


Referenten können sehr gern die fertige Präsentation und/oder Material bei Ilias hochladen.