Fedora Commons

10.01.2017 06:31 Uhr

Das Digital Object Model von Fedora 

  • Das Objektmodell ist immer das selbe, unabhängig davon, ob das Objekt Daten, Verhaltensdefinitionen oder Verhaltensmechanismen beinhaltet. Egal ob es sich um Bilder, Videos oder geografische Informationen handelt: Für Fedora sind sie alle das gleiche (Abstraktion).
  • Entwickler können ihre eigenen Content Models entwerfen zur bestmöglichen Repräsentation ihrer Daten (Flexibilität).
  • Metadaten und Inhalte stehen in einer engen Verbindung miteinander (innerhalb des Digitalen Objekts).
  • Fedora Objekte können Daten referenzieren, die entweder lokal oder auf einem beliebigen über das Internet erreichbaren Server zur Verfügung stehen (Aggregation).
  • Die Schnittstellen von Fedora sind erweiterbar, weil Services unmittelbar mit den Daten innerhalb eines Fedora-Objekts assoziiert sind. Wenn sich die Services ändern, ändern sich die Objekte gleich mit (Erweiterbarkeit).

Verteilte Repositorien

  • Grundsätzlich geht es darum, über verschiedene Systeme verteilte Repositorien miteinander kommunizieren zu lassen um (1) institutionsübergreifende Zugriffe zu ermöglichen, (2) den nahtlosen Zugriff einer Digitalen Bibliotek auf andere Anwendungen (z.B. Informationsaustausch) zu ermöglichen und (3) große Repositorien zwecks besserer Performanz auf verschiedene Systeme zu verteilen.

 

Tauglichkeit im Bereich von Archivierung und Digital Preservation

  • Fedora-Objekt-XML und das entsprechende Schema werden bei der Einspeisung (der Daten), während der Speicherung und beim Export stets erhalten.
  • Versionskontrolle: Da Inhalte versioniert werden, können ältere Versionen digitaler Objekte abgefragt werden.
  • Beziehungen zwischen Objekten werden in Form von Metadaten gespeichert. Auf diese Weise können Entwickler verwandte Objekte mit Eltern/Kind Beziehungen verbinden.
  • Jedes Fedora Objekt hält eine Liste über alle Veränderungen, die es durchlaufen hat.

Umwidmung von Inhalten

  • Die Anwendung verschiedener Stylesheets für Daten und Metadaten eines Fedora-Objekts ermöglicht verschiedene Ansichten des Objekt-Inhalts. Je nachdem wer ein Objekt betrachtet kann also eine andere Darstellung gewählt werden.

Webservices 

  • Fedora bietet seine Dienste in Form von Webservices an und kann mit anderen Webservices interagieren (SOAP / WSDL).

Einfache Integration 

  • Fedora ist so konzipiert, dass es als allgemeine Grundlage für Repositorien funktioniert; auf der viele verschiedene Anwendungen aufsetzen können.
  • Die Robertson Library hat beispielsweise ein Modul entwickelt, über welches das Content Management System Drupal mit Fedora kommunizieren kann. Drupal wird quasi als grafische Oberfläche über ein Fedora Repositorium gestülpt, um benutzerfreundlich Dienste zum Arbeiten mit einer digitalen Bibliothek zur Verfügung zu stellen.

 

Was sind Fedora Digital Object Relationships?

Grundlegend werden die Interaktionen und Relationen eines Objektes zu der Fedora Umgebung und den weiteren Objekten beschrieben. Es können hierbei vielfältige Beziehungen zwischen den Objekten definiert werden:

Objekte können:

  •  … sich innerhalb einer Collection anderer Objekte befinden
  •  … sich als Bestandteil von anderen Objekten verstehen
  •  … voneinander abgeleitet werden
  •  … als Beschreibung anderer Objekte dienen
  •  … äquivalent zu anderen Objekten sein
  • … dynamische Stellvertreterfunktionen für Web- Content annehmen
  • Beziehungen zwischen zwei Objekten können sich jeweils auf weiteren Ebene ausdifferenzieren
  • Beziehungen werden durch Metadaten exakter beschrieben
  • Allgemeine Beziehungstypen sind in der Fedora relationship ontology definiert
  • Zusätzlich kann jede Community eigene Ontologien entwickeln

 

Warum sind Fedora Digital Object Relationships wichtig?

Die Erzeugung von Metadaten für Fedora Objekte ist die Grundlage für weitreichende Zugriffs- und Managementfunktionalitäten. Beispiele für die Nutzung:

  • Das Sortieren von Objekten in Sammlungen zur Unterstützung von Management, OAI harvesting, und Suchfunktionalitäten für den Nutzer.
  • Das Definieren von bibliografischen Beziehungen zwischen Objekten.
  • Das Definieren von semantischen Beziehungen zwischen Ressourcen um festzuhalten, wie Objekte zu externen Taxonomien oder Standards in Bezug stehen.
  • Das Modellieren einer Netzwerk-Ebene, innerhalb derer Ressourcen miteinander verlinkt sind auf der Grundlage von kontextuellen Informationen.
  • Das Kodieren/Erzeugen natürlicher Hierarchien von Objekten
  • Das Erzeugen von Sammlungs-übergreifenden Verbindungen zwischen Objekten (ein Objekt einer Sammlung kann beispielsweise so auch als Teil einer anderen Sammlung verstanden werden).

Wie werden die Metadaten zu den Digital Object Relationships kodiert?

  • Fedora Objekt-zu-Objekt Metadaten werden in XML kodiert – unter der Verwendung des Resource Description Frameworks.
  • Die Metadaten müssen einem vorbestimmten Muster (authoring style) folgen
    • Das Subjekt wird kodiert unter der Verwendung von <rdf:Description>.
    • Die Beziehung ist ein property dieses Subjekts.
    • Das Ziel-Objekt wird an das Beziehungs-property unter der Verwendung von dem rdf:resourceAttribut gebunden.
    • Als Beispiel für einen Inline XML Datenstrom in Form von RDF können Sie sich hier den Quellcode einer Seite des Fedora Common CMS ansehen (ein wenig nach unten scrollen).


Daconta, Obrst, Smith (2003): The Semantic Web.


Referat

Das Referat zum Thema Fedora Commons sollte enthalten:

  • Was ist Fedora Commons?
  • Entwicklung des Projekts basierend auf den Problemen mit digitalen Inhalten. Was sind diese Probleme?
  • Entwicklung des Projekts basierend auf zentralen Fragestellungen. Was besagen diese?
  • Erläutern des Digital Object Model.
  • Problem der Langzeitarchivierung.
  • Rollenbasiertes Usermanagement für Front- und Backend. (Umwidmung von Inhalten)
  • Was sind die Fedora Digital Object Relationships und mit welcher Technologie werden diese realisiert? (RDF Tripel – Ontologie)