Erste Befehle auf der Konsole

15.12.2016 06:31 Uhr

Linux Konsole

 

Grundsätzlicher Aufbau eines Befehls:

 Befehl -Option Pfadangabe Dateinamen (immer mit return abschließen)

Beispiel Syntax des Befehls ‚ls‘:

ls  →  listet Verzeichniseinträge auf 

ls -a  →  listet alle Verzeichniseinträge auf  

ls -l  →  listet Verzeichniseinträge in langen Form auf

ls -al  →  listet alle Verzeichniseinträge in langen Form auf

ls -al Uni  →  listet alle Verzeichniseinträge des Verzeichnisses Uni in langen Form auf

 

SEHR WICHTIG: IMMER MIT PFADVERVOLLSTÄDIGUNG MITTELS TAB-TASTE ARBEITEN!!!

 

auch noch wichtig:

  • mit Pfeiltasten die letzen Befehle erneut aufrufen
  • zurück zur Eingabe: Control C
  • bei völliger Verfzweiflung: Verbindung abschießen: Control D

Tipps zu den Sonderzeichen

  • ‚~‘ ist eine ‚Tilde‘ – Windows/Linux: ‚Alt Gr‘ + ‚+‘, Mac: ‚Alt‘ + ’n‘
  • ‚|‘ bezeichnet eine ‚Pipe‘: Windows/Linux: ‚Alt Gr‘ + ‚<‚, Mac: ‚Alt‘ + ‚7‘

 

mkdir oder cp oder mv Pfad/Ordnername Pfad/Ordnername …
→ anlegen | kopieren | umbennen | verschieben von Ordnern

ls   Verzeichnis ansehen

cd Pfadangabe oder ..  innerhalb der Verzeichnisstruktur navigieren

Aufgabe
Erstellen Sie möglichst effizient:

  • 3 Ordner parallel: urkunden handschriften inkunabeln
  • je 3 Unterodner:  vor1454; bis1470 und ab1470

 

rm  Pfad/Dateiname  Löschen von Dateien

rmdir  Pfad/Ordnername → Löschen von leeren Verzeichnissen

rm -rf Pfad/Dateiname  Löschen von Verzeichnissen (auch mit Inhalt!)

Aufgabe
Löschen Sie das Verzichnis vor1454 (wegen groben Unfugs 🙂 ) aus dem Ordner inkunabeln.

touch Pfad/Dateiname  Anlegen von leeren Dateien

Aufgabe
Legen Sie in jeden der 3 Ordner eine leere Datei:
urkunden – kaiserSiegmund1410
handschriften – dieboldLauber
inkunabeln – peterSchoeffer

 

Zugriffsrechte

Schauen Sie sich die Rechtevergabe für Ihre Ordner und Dateien an. (ls -l)

Es wird unterschieden zwischen den Benutzergruppen

  1. u ser
  2. g roup
  3. o thers (world)

und den Rechten

  1. r – read
  2. w – write
  3. x – excutable
Beispiele:
directoy user group others
d rwx rwx rwx Ordner
user, group und others dürfen das Verzeichnis lesen, schreiben und ausführen
r-x r– Datei
user und group und  dürfen die Datei lesen, aber nicht schreiben oder ausführen, others dürfen nichts

Rechtevergabe mit chmod

+ Recht vergeben und
– für Recht entziehen

Beispiele:
chmod o-w pfad/datei1 → Alle erhält keine Schreibrechte für die Datei datei1
chmod u+x pfad/datei1 pfad/datei2 … → User erhält execute access für die Datei datei1 und datei2

und …

chmod og-rw pfad/datei1 → Alle und Gruppe erhalten keine Schreib- und Leserechte für die Datei datei1

Aufgabe
Bitte verändern Sie die Rechte Ihrer Ordner/Dateien.
Die Verzeichnisse urkunden, handschriften und inkunabeln dürfen nur vom user und der group gelesen werden.
Die Verzeichnisse urkunden, handschriften und inkunabeln dürfen nur vom user verändert werden.
Die Dateien kaiserSiegmund1410 und dieboldLauber müssen genau in dieser Form erhalten bleiben und jeder darf sie ansehen.

Überlegen Sie nun, wie eine sinnvolle Rechtevergabe für folgende Situation aussehen könnte:

  1. Ordner für Dateiaustausch in der Gruppe
  2. Ordner für die Ablage finaler Dokumente
  3. Ordner für die eigenen, unfertigen Arbeiten
  4. Ordner für die Veröffentlichung von Dokumenten

 

Speicherplatzkontrolle und Handbuch

df „disk free“ zeigt den freien Festplattenspeicher an.

Aufgabe
Schauen Sie sich den freien Festplattenspeicher auf dem HKI Server an.

Unverständlich? Handbuch konsultieren:

man df ist der Befehl zum Aufruf des Handbuches. Zurück zur Eingabe kommen Sie mit q.
oder df –help versuchen.

Ausgabeumleitung und more

Mittels   Ausgangsdatei > Zieldatei
können Sie eine Ausgabeumleitung erreichen. So können Sie zum Beispiel mit ‚man df > df-manual.txt‘ den Handbuchtext für den Befehl df in eine Textdatei namens df-manual.txt umleiten und nicht auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Dieser ist nun z.B. mit einem Texteditor bearbeitbar.

Aufgabe
Bitte erzeugen Sie eine solche Ausgabeumleitung für den Handbuchtext des Befehls find und du.

Die nun erzeugte Datei können Sie mittels more an.
more pfad/dateineame gibt Textdateien seitenweise auf dem Bildschirm aus.
Zurück zur Eingabe kommen Sie mit q.

cat → Zusammenfügen von Dateien

cat Datei1 Datei2 > neueDatei

Aufgabe
Bitte fügen Sie die Dateien find.txt und du.txt zusammen in eine neue Datei namens find_du.txt.

Dateien (wieder)finden

find Pfadangabe ab wo gesucht werden soll (. ~ /) Suchkriterium
Ermöglicht die Suche über Dateiattribute: Suchkriterium z.B. Name, Dateityp oder Zeit

Beispiele:
find -iname ‚*.jpg‘ → alle Dateien mit der Endung .jpg finden und keine Rücksicht auf die Groß-/Kleinschreibung nehmen

find . -type f  → alle Dateien ab aktuellen Verzeichnis finden
find . -type d → alle Ordner ab aktuellen Verzeichnis finden
find ~ -type d → alle Ordner im Homeverzeichnis finden
find / -type d → alle Ordner ab dem Rootverzeichnis finden

grep -option Suchbegriff Dateiangabe

Suche über Dateiinhalte, z.B.
grep „disk“ * → sucht alle Dateien mit den Worten disk in allen Dateien.
grep „disk“ *.txt → sucht alle Dateien mit den Worten disk in allen Dateien mit der Endung .txt.
grep -c „disk“ * → sucht die Worte disk in allen Dateien und zählt die Vorkommen.
grep -i „disk“ * → sucht die Worte disk in allen Dateien und ignoriert Groß- und Kleinschreibung.

spannend werden dann die Kombinationen 🙂

Beispiel: find . -type f -exec grep -i „best way“ {} /dev/null \;