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Zur Forschung an der HKI

Die HKI beschäftigt sich mit Forschungsprojekten, die einerseits stark am Softwareengineering orientiert sind, andererseits die Bedingungen für die Nutzung der neuen Technologien in der inhaltlichen geisteswissenschaftlichen Forschung untersuchen. Dadurch ergibt sich eine sich wechselseitig ergänzende Mischung aus rein theoretischen und stark anwendungsbezogenen Schwerpunkten.
 
1. Methodische Schwerpunkte.
  • Nicht relationale Datenbanken.
    In Fortsetzung von Prof. Thaller am Max-Planck-Institut für Geschichte betriebenen Arbeiten wird ein an Vorstellungen semantischer Netzwerke orientiertes Datenbankverwaltungssystem unter dem Namen (oder: kleio) weiter entwickelt, das zunächst als fachspezifisches Anwendungssystem für die historischen Wissenschaften entwickelt worden war. Daraus entstand eine allgemeine Hülle für viele verschiedene Pilotanwendungen, die von allen in weiterer Folge aufgezählten Projekten genutzt wird. Das System wird derzeit so umgearbeitet, daß es in weiterer Folge als Arbeitsumgebung zur Einbettung studentischer Arbeiten verwendet werden kann. Bis dahin steht es interessierten Kooperationsprojekten nur auf Anfrage zur Verfügung.
     
  • Beziehungen zwischen Textstrukturen und datentechnischen Strukturen.
    Es wird untersucht, wieweit in Texten die durch Hilfsmittel wie etwa XML ausgezeichnet werden, ohne weitere explizite Formalisierung Strukturen vorhanden sind, die ihre Bearbeitung in Datenbanken / Document Managment Systemen / Knowledge Management Systemen erlauben.
     
  • Hybride Datenstrukturen: Native XML Datenbanken. Besonderes Augenmerk gilt der Möglichkeit, in komplexen Anwendungen Daten aus strukturell höchst unterschiedlichen Bereichen stammende Daten - fortlaufende Texte, katalogartige Verzeichnisse mit formalen Bildbeschreibungen, Faktendatenbanken - in einer integrierten Softwareumgebung behandeln zu können. Dazu werden Datenbankstrukturen verwendet, die einen Superset der in XML darstellbaren definieren. Die verwendeten Lösungen sind daher echte "native XML Databases".
     
  • Beziehungen zwischen Bild- und Textdaten.
    Aufbauend auf den in Pilotprojekten aufbereiteten großen Mengen an digitalisierten Bildern / Manuskripten / Druckwerken werden Möglichkeiten untersucht, große derartige Bestände systematisch, also ohne individuelles Eingreifen, zu segmentieren bzw. durch Image Enhancement Verfahren zu modfifizieren.
 
2. Pilotprojekte.
 
Aufbauend auf früheren Arbeiten, wie dem in Göttingen angesammelten "digitalen Archiv", wird derzeit ein System aus großen Beispielservern für die wesentlichen Typen von Sammlungen im historisch-kulturwissenschaftlichen Bereich erarbeitet. Beispiele dazu finden Sie unter der Beschreibung der laufenden Projekte.