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Laufende Projekte an der HKI

Ein Cluster von Projekten zum kulturellen Erbe in der Digitalen Welt

 

 

Inhalt


Die praktischen Projekte, die derzeit an der Professur für HKI durchgeführt werden, gruppieren sich derzeit alle um die Vorstellung, dass im Bereich des "Kulturellen Erbes", also der Bibliotheken, Archive und Museen, eine Phase erreicht ist, in der die Bereitstellung grosser Mengen digitalisierten Materials eigentlich Routine sein sollte, es aber aus verschiedenen Gründen, die sowohl in der Wissenschaftsorganisation als auch im Stand der momentanen technischen Entwicklung begründet sind, noch immer nicht ist.

Vor diesem Hintergrund arbeitet die Professur im zentralen europäischen Delos Projekt mit.

Aus der Beschäftigung mit der Anlage digitaler Bibliotheken entstand ein verstärktes Interesse an deren langfristiger Bewahrung: Woraus die Beteiligung am europäischen Projekt Planets entstand. Dieses Projekt ist das größte derzeit an der HKI angesiedelte.

 

Die Professur strebt an, meist auf der Basis des leitenden Forschungsinteresses an nicht relationalen, vereinfachend gesagt: XML-orientierten, Datenbanken Beispielsimplementationen für digitale Bibliotheken und Nachweissysteme aufzubauen, die (a) Beispiele für bestimmte Materialgattungen betreffen, (b) bestimmte technische Konstruktionen testen, (c) Technologien verteilter Datenbanken implementieren oder (d) heterogene Datenbanken durch einheitliche Interfaces zusammen fassen.

 

In einzelnen Fällen geht es dabei gezielt um die Anwendung von praktischen Modellen, mit denen der Aufwand für die Realisierung eines typischen "Cultural Heritage Repositories" in den Bereich von einigen wenigen Wochen gedrückt werden soll.



Die Professur für Historisch Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung bereitet weitere Projekte vor und ist an der Kooperation mit weiteren Partnern interessiert.


 

Beschreibung abgeschlossener Projekte

 


PLANETS

Digital media have become the dominant way that we create, shape, and exchange information. Unlike paper, however, we have very limited abilities to ensure that today’s digital information will be accessible in 10, 50, or 100 years. Unless we act now, we will lose access to the first decades of the digital era, and future generations will see a gaping hole in their cultural and scientific record.

 

The Planets project brings together European National Libraries and Archives, leading research institutions, and technology companies to address the challenge of preserving access to digital cultural and scientific knowledge.

The four year project is funded by the European Commission Information Science and Technolgies Framework Programe 6 Call 5 (FP6 Call 5).

To achieve these objectives, Planets will:

  • Develop Preservation Planning services that will empower organisations to define, evaluate, and execute preservation plans. The plans will reflect the organisation’s preservation policies, as well as the content in its collections, and the way the content is used.
  • Develop methodologies, tools and services for the Characterisation of digital objects in order to identify the best preservation plans.
  • Evaluate existing tools and services to support Preservation Actions and the development of innovative solutions based on the integration of existing tools and on the design and implementation of new tools where an unfulfilled requirement can be demonstrated
  • Establish a Preservation Test Bed to provide a consistent and coherent evidence-base for the objective evaluation of different preservation protocols, tools and services and for the validation of the effectiveness of preservation plans
  • Implement an Interoperability Framework, within which the deliverables from each of Planet’s sub-projects can be seamlessly integrated with each other in a distributed service network
  • Undertake Dissemination and Take-up Activities, to ensure the widest possible adoption of Planets deliverables among commercial tool and service providers as well as within the user community

 

 


DELOS

Digital Libraries (DL) have been made possible, through the integration and use of a number of Information Technologies, the availability of digital content on a global scale and a strong demand for users who are now online. They are destined to become essential part of the information infrastructure in the 21st century.

The DELOS network is conducting a joint program of activities aimed at integrating and coordinating the ongoing research activities of the major European teams working in Digital Library - related areas with the goal of developing the next generation Digital Library technologies. DELOS aims also at disseminating knowledge of digital library technologies to many diverse application domains.
www.delos.info


RetroEval

Die Professur für HKI hat vom 01.10.2003 bis zum 31.12.2004 für die Deutsche Forschungsgeeminschaft ein Projekt zur Evaluierung der Förderung der "Retrospektiven Digitalisierung von Bibliotheksbeständen" durchgeführt.
Übersicht über verschiedene Retrodigitalisierungs-Projektserver des DFG-Förderschwerpunktes Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen
Der Abschlussbericht des Projektes wurde vom "Ausschuss für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme" (vormals: Bibliotheksausschuss) in seiner Sitzung vom 3./4. März gebilligt. Bis zur Bereitstellung in den Informationssystemen der DFG kann er hier abgerufen werden.


CEEC - Codices Electronici Ecclesiae Coloniensis

In diesem von der DFG finanzierten Projekt aus dem Bereich der "Retrodigitalisierung von Bibliotheksbetänden" ist die HKI für die vollständige technische Abwicklung des Projektes verantwortlich.

 

Projektpartner: Diözesan- und Dombibliothek, Köln

 

Technische Beschreibung: Mit derzeit 100.000, im Endausbau 130.000 hochauflösenden Manuskriptseiten eine der grössten derzeit existierenden einschlägigen Server.
Als Metadaten stehen volltextartige Handschriftenbeschreibungen zur Verfügung, die datenbankmässig verwaltet werden.
Die Datenbank setzt prinzipiell die vollständige MASTER DTD um und unterscheidet systematisch zwischen Teilen des Markup, die den Text auf Teilstrukturen ("Felder") aufteilen, und solchen, die Textqualitäten innerhalb der "Feld"struktur bezeichnen.

 

Inhaltliche Beschreibung: Gesamtdigitalisierung einer mittelalterlichen Kathedralbibliothek.

 

Das Projekt hat das schweizerische Projekt zur Digitaliiserung der St. Gallener Handschriftenbibliothek "Codices Electronici Sangallenses" (http://www.cesg.unifr.ch) angeregt, das die Kölner Software einsetzt und von der Professur für HKI unterstützt wird. Daraus entstand mittlerweile das umfassendere Projekt zur langfristigen Digitalisierung aller schweizerischen mittelalterlichen Codices (http://www.e-codices.ch) an dem die Professur ebenfalls beratend mitwirkt.


vdIb - Verteilte digitale Inkunabelbibliothek

In diesem Projekt geht es ebenfalls um die Gestaltung einer digitalen Bibliothek, zusammen mit der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln einer- der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel andererseits. Zwei Forschungsziele werden verfolgt:
(a) Primär geht es um den Nachweis, dass - bei entsprechend qualifiziertem Projektmanagement - eine Gesamtdigitalisierung einer geschlossenen Materialgruppe, etwa "sämtliche Inkunabeln Deutschlands" - heute unter präzise beschreibbaren Bedingungen möglich ist. (b) Damit eng verbunden geht es um die Untersuchung der Möglichkeiten, Projekte dieser Art so anzulegen, dass die Digitalisierunsgaktivitäten mehrerer Bibliotheken integral möglichst eng in eine homogene Oberfläche eingebunden werden können.

 

Technische Beschreibung: Mit im Endausbau 400.000 hochauflösenden Seiten entsteht eine auf mehrere unabhängige Server verbundene digitale Repräsentation von ca. 3 bis 6 Prozent der existierenden Inkunabeltitel.
Metadaten werden durch einen dedizierten Editor, der eine "Hochgeschwindigkeitsdigitalisierung" ermöglichen soll, erfasst.


Titelblatt in der Inkunabel- und Frühdruckzeit

Dieser Server wurde angelegt um auf der Basis der Materialien des Projektes "Titelblatt in der Inkunabel- und Frühdruckzeit" (Institut für Buchwissenschaft, Universität Erlangen-Nürnberg) innerhalb des Kontexts des voranstehenden Inkunabelprojekts "Hintergrundinformationen" zum Komplex der Inkunabeln anzubieten.

 

Technische Beschreibung: Test der Praktikabilität von Servern auf der Basis von HiDa XML-Dumps; Test der Alltagstauglichkeit im low-cost-Einsatz.
Der Server wurde ohne dedizierte Kräfte als "Studienobjekt" realisiert.


Bibliothek zum deutschen Zivilrecht im 19. Jhdt.

In diesem Projekt ist die HKI für den Betrieb des WWW Servers verantwortlich, der von der unterstützten Bibliothek mit Daten und Metadaten gespeist wird.

 

Projektpartner: Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt / Main

 

Technische Beschreibung: Der 4.300 Bände / 1,4 Millionen Seiten verwaltende Server führt XML Wiedergaben der Inhaltsverzeichnisse mit den Metadaten aus dem Bibliothekssystem (Sisis) zusammen. Die Sisis Daten werden dabei über ein spezielles Interface integriert.

 

Inhaltliche Beschreibung: Digitalisierung eines umfangreichen Bestandes von Literaturquellen zum deutschen, österreichischen und schweizerischen Privatrecht des 19. Jahrhunderts.


Zeitschriften zum deutschen Zivilrecht im 19. Jhdt.

In diesem Projekt ist die HKI für den Betrieb des WWW Servers verantwortlich, der von der unterstützten Bibliothek mit Daten und Metadaten gespeist wird.

 

Projektpartner: Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt / Main

 

Dieser Server - im Endausbau 300.000 Seiten - folgt in allen Belangen dem eben geschilderten und ergänzt die rechtshistorisch relevanten Monographien durch die dazugehörigen Zeitschriften desselben Zeitraumes.


Juridische Dissertationen des Alten Reichs

In diesem Projekt ist die HKI für den Betrieb des WWW Servers verantwortlich, der von der unterstützten Bibliothek mit Daten und Metadaten gespeist wird.

 

Projektpartner: Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt / Main

 

Technische Beschreibung: Weitgehend homogener Server auf der Basis des XML Dumps einer PC Datenbank.

 

Inhaltliche Beschreibung: Der Server bietet Schlüsselseiten zu frühneuzeitlichen Dissertationen; derzeit ca. 30.000, im Endausbau ca. 90.000 Abbildungen zu 60.000 Hochschulschriften.


Alltagsleben des Mittelalters

Für dieses Projekt stellt die HKI die für den Betrieb des WWW Servers notwendige Software zur Verfügung, die vor Ort selbständig angewendet wird.

 

Projektpartner: Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Krems / Donau

 

Technische Beschreibung: Homogener Server auf der Basis einer XML-ähnlichen Datenstruktur. Hervorhebenswert sind integrierte "Lookup"-Services, die erläuternde, dynamisch generierte Links zu Hintergrunddatenbanken herstellen.

 

Inhaltliche Beschreibung: Bilddatenbank zur Verwaltung eines Bildarchivs, das, nach Abschluss der Digitalisierung, sämtliche überlebenden Bildquellen aus einem grob um das heutige Österreich zentrierten Kulturraum bis etwa zum Jahr 1600 anbietet.


Deutsches Rechtswörterbuch

Für dieses Projekt stellt die HKI die für den Betrieb des WWW Servers notwendige Software zur Verfügung, die vor Ort selbständig angewendet wird.

 

Projektpartner: Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Forschungsstelle Deutsches Rechtswörterbuch.

 

Technische Beschreibung: Homogener Server auf der Basis einer XML-ähnlichen Datenstruktur. Test der Einbindung von "FAUST"Datenbanken und -strukturen in das zu Grunde liegende Datenmodell.

 

Inhaltliche Beschreibung: Lexikalische Datenbank zur online Präsentation des Deutschen Rechtswörterbuches.


"Stichwerkeserver"

Für dieses Projekt stellt die HKI die für den Betrieb des WWW Servers notwendige Software zur Verfügung und ist auch für die Implementation des konkreten Servers zuständig.

 

Projektpartner: Forschungsarchiv für Antike Plastik, Köln

 

Technische Beschreibung: Dieser Server dient aus technischer Sicht der Erprobung, wieweit die in aufwändigeren Projekten erstellten Softwarekomponenten soweit als "Black Box" verpackt werden können, dass sie anderen zur Verfügung gestellt werden können. Wir halten fest, dass dies sozusagen unser "Lowcostrekord" ist. Mit einer rapide wachsenden niedrig fünfstelligen Zahl historischer Darstellungen archäologischer Objekte dürfte dies in diesem Bereich eines der größten Angebote sein; trotzdem entstand es ohne dediziertes Budget aus dem laufenden Etat.

 

Inhaltliche Beschreibung: Klassische digitale Bibliothek für archäologische Tafelwerke.


Lutherhalle Wittenberg

Dieser Server wurde von der HKI als Auftragsarbeit entwickelt. Wir freuen uns, dass die Entwicklung im Wesentlichen in vier Monaten abgeschlossen war.

 

Projektpartner: Lutherhalle, Wittenberg

 

Technische Beschreibung: Hybridserver, der die Bilddateien auf der Basis eines Dumpformates der "Digital Library" von IBM mit Metadaten, die durch Allegro C verwaltet werden, verbindet.

 

Zusammenfassung von drei Sammlungen (Handschriften, Druckschriften, Münzen) der Lutherhalle Wittenberg im Umfang von etwa 90.000 Digitalisaten.


Hauptstaatsarchiv Düsseldorf

Dieser Server wurde von der HKI als Auftragsarbeit entwickelt. Wir freuen uns, dass die Entwicklung im Wesentlichen in zehn Wochen abgeschlossen war.

 

Projektpartner: Hauptstaatsarchiv Düsseldorf

 

Technische Beschreibung: Homogener XML Server, der das im Rahmen des DFG Projektes "Retrokonversion archivischer Findmittel" entwickelte Austauschformat verwaltet.

 

Inhaltliche Beschreibung: Wachsende Sammlung von Findbüchern, derzeit meist des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf, die teilweise zu Digitalisaten führen.