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Informationen für die Anfertigung von Bachelor und Masterarbeiten

I. Themenwahl

Grundsätzlich kann eine Bachelor- / Masterarbeit in jedem Bereich der Medieninformatik / Informationstechnologie angefertigt werden; für Themenvorschläge Ihrerseits bin ich offen. Beachten Sie dazu bitte die Hinweise für die Formulierung von Wunschthemen.

 

In einer Reihe von Bereichen gibt es Fragestellungen, für die BearbeiterInnen aktiv gesucht werden.

  1. Es gibt eine Reihe von Projekten im universitären Umfeld, die anbieten, bestimmte Probleme, die für Qualifikationsarbeiten verwendet werden können, gegen Bezahlung zu lösen. Diese Angebote wechseln ständig. Ein (noch - Januar 2014) aktuelles Thema finden Sie hier. Bei derartigen sehr konkreten Themenstellungen sind Sie natürlich stark von den Wünschen der Auftraggeber abhängig, die Ihnen ja schließlich ein Gehalt zahlen.
  2. Grundsätzlich kann jedes Thema aus einem Hauptseminar (Medieninformatik: Nur jene Themen, die in Form von Semesterarbeiten behandelt werden, also nicht die des AM2 Hauptseminars) oder der Softwaretechnologie II / Visuellen Programmierung in eine Qualifikationsarbeit umgewandelt werden. Besonderes Interesse besteht dabei an den Themenbereichen:

    • Visuelle Programmierung: Erhöhung der Realitätsnähe von Modellen mittels des Ersatzes statischer visueller Elemente durch dynamische Modelle. Beispiel: Ein Ziegelmuster wird nicht durch eine Textur, sondern durch ein Programm generiert, das das Vorgehen von Maurern simuliert.
    • Spiele Programmierung: Wiederverwendbare KI Module / KI Module, die in mehr als einem Genre (Cardboardgame v. Realtimestrategiespiel) zum Einsatz kommen können.
    • Reusable Content: Modellierung von Inhalten in einer einheitlichen Form, die die Verwendung des modellierten Objekts auf unterschiedlichen Plattformen ermöglicht. Beispiel: Definition eines Avatars, der sowohl in eine HTML5 Anwendung, als auch in eine native iPad App eingegliedert werden kann.
    • Mobile Devices: Apps die klassische (gedruckte) Hilfsmittel der Geisteswissenschaften umsetzen.
    • Annotationssysteme (Hauptseminar in einem der kommenden Semester). Werkzeuge zur Integration feingranular aufeinander bezogener Texte / Bilder / konzeptueller Strukturen. Einschließlich der Probleme von standoff-Markupschemata. (Kolloquial: Was kommt nach XML?)
    • Theorie des Einsatzes der IT in den Geisteswissenschaften.
  3. Im abstrakten Bereich der Softwaretechnologie gibt es hier eine ältere Liste von Themen, die sich eher für Masterarbeiten eignen.

 

II. Vorgehen bei der Anmeldung / Vorbereitung des Themas

Einmal im Monat biete ich Termine zur Besprechung von Bachelor- / Magisterarbeiten an. ("Aktuelles" auf der HKI Homepage enthält ein Doodle zur Anmeldung.") Es wäre sehr sinnvoll, wenn Sie sich relativ frühzeitig über die Themenstellung mit mir unterhalten. Empfohlen: Etwa sechs Monate (= ein Semester), bevor Sie mit der Arbeit beginnen wollen.

 

III. Form der schriftlichen Arbeit

Informationsverarbeitung und Medieninformatik sind in vollem Sinne interdisziplinäre Fächer. D.h., dass von Ihnen erwartet wird, sowohl Literatur zu verwenden, die im Sinne der traditionellen geisteswissenschaftlichen Verwendung von "Anmerkungen" für die Diskussion von Nebenargumenten und "Fußnoten" für den Nachweis von Quellen mit vollständigem bibliographischen Nachweis geschrieben wurde, als auch Fachaufsätze der Informatik, bei der Anmerkungen verpönt sind und Nachweise durch Kurztitel in eckigen Klammern - "[ Maier 2011 ]" direkt in den Text eingeschoben werden. Ganz zu schweigen von höchst unterschiedlichen Anschauungen darüber, ob die klassische Form "Einleitung - Hauptteil - Schluss" ein Zeichen der Disziplin oder geistiger Trägheit sei.

Nachdem Sie alle diese Traditionen verwenden können sollen, bleibt es Ihnen überlassen, welchen Stil Sie selbst verwenden. Es gibt explizit keine Vorgaben im Sinne eines Stylesheet oder eines Zitierstils.

Allerdings gilt:

  1. Es wird erwartet, dass Sie eine Arbeit abliefern, deren primäres Charakteristikum zwar nicht ihr Aussehen ist, die aber insgesamt den Eindruck erweckt, dass Sie Zeit damit verbracht haben, sie so zu formatieren, dass sie angenehm lesbar ist. (Nein, keine objektiven Kriterien. Wenn Sie in den Lehrveranstaltungen nicht schummeln, müssen Sie im Laufe Ihres Studiums als absolutes Minimum ca. 100 bis 150 Aufsätze oder Buchkapitel gelesen haben. Und sollten in den Bereichen, die Sie interessieren, deutlich mehr lesen. Die Autoren dieser Veröffentlichungen haben sich bemüht, ihr Material sinnvoll aufzubereiten; oder erkennbar darin versagt. Halten Sie sich an die positiven Beispiele.)
  2. Offensichtliche Absurditäten sind verboten. (36 Punktschrift für den Haupttext; 12 Zentimeter Rand; ...)
  3. Welchen Zitierstil Sie verwenden ist gleichgültig. Er muss aber (a) innerhalb ihrer gesamten Arbeit konsistent angewendet werden und (b) dazu geeignet sein, die zitierte Literatur / die zitierten Ressourcen tatsächlich zu beschaffen.


[ Derzeit noch ziemlich veraltete ] Liste von Abschlussarbeiten, die von der HKI betreut wurden